Naturpädagogik bedeutet das direkte Erleben, Experimentieren und Beobachten in der freien Natur.
Alle Sinne (hören, riechen, schmecken, tasten, sehen, Gleichgewicht und Bewegung) werden gefördert.
In der Natur werden wertvolle Entdeckungen und Erfahrungen gemacht, die für das gesamte Leben von großer
Bedeutung sind.
Besonders zu betonen ist die Förderung der sinnlichen und motorischen Fähigkeiten von Kindern, die im
Schulischen nicht so erfolgreich sind. Konzentrationsstörungen, Schreib- und Leseschwächen und
Verhaltensauffälligkeiten nehmen in der Grundschule immer mehr zu.
Neben dem Erlernen handwerklicher Fähigkeiten wie z. B. Papierschöpfen, Filzen, Weidenflechten, Färben mit
Naturstoffen und der Lehmbau, werden außerdem die Kommunikation, das Arbeiten im Team, das Lernen an
Stationen, Wahrnehmung, und das Zulassen von Gefühlen trainiert.
Oft liegt bei lernschwachen Kindern eine Blockade zu sich selbst vor, die im naturpädagogischen Unterricht
spielerisch und von ganz alleine gelöst werden kann.
Durch positive Lernerfolge wird das Selbstvertrauen gestärkt und eine Lern-Motivation erzeugt.
Schon lange liegt die Erkenntnis in der Hirnforschung vor, dass Bewegung und Gehirnentwicklung eng verknüpft
sind. Doch leider bietet der Schulalltag wenig Möglichkeit allen Kindern gezielte Bewegungs- und
Sinnesübungen zu ermöglichen.